Klavierstimmung, Klavierkauf

Grundlegende Informationen


1.) Wie oft soll ein Klavier gestimmt werden?

Das Stimmen eines Flügels bzw. Klaviers gehört sicherlich zu den wichtigen Arbeiten, die Sie regelmäßig durchführen bzw. durchführen lassen sollten. Ein verstimmtes Instrument ist für das musikalische Ohr eine Qual. Zudem lässt auch die Motivation des Klavierspielers nach, wenn unreine Saitenchöre oder „verrutschte“ Intervalle wahrnehmbar werden. In der Regel sollte das Klavier einmal pro Jahr gestimmt werden. Auch dann, wenn es sich nicht verstimmt anhört. Beim Stimmvorgang können sämtliche Einstellungen und eventuell negative Einflüsse korrigiert werden. Ein umfassendes Service am Klavier bzw. am Flügel wird das Spielgefühl maßgeblich positiv beeinflussen.

2.) Wo soll das Klavier aufgestellt werden?

Das Klavier dankt Ihnen die Aufstellung in Räumen mit geringer Schwankung der Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Es sollte, wenn möglich, nicht an einer Außenwand aufgestellt werden. Muss das Klavier in der Nähe einer Wand plaziert werden, sollte ein Abstand von mindestens 10 cm zur Wand gegeben sein.

3.) Warum ist das Klavierstimmen so kompliziert?

Das Klavier weist eine komplexe Konstruktion auf. Beim Klavierspielen werden unterschiedlichste Materialien wie Gusseisen, Holz (insbesondere Bergfichte-Resonanzböden, Rotbuche-Stimmstöcke, Stege, Weißbuche-Mechanikteile), Messing, Filze, Stahl und Kunststoffe beansprucht. Die Gussplatte muss der Zugkraft von ca. 15 Tonnen standhalten. Jede einzelne der ca. 230 Saiten wird der Zugkraft von ca. 70 kg ausgesetzt.

Das Stimmen eines Klaviers stellt für den Klavierstimmer eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar. Er entscheidet über die zu legende "Temperatur" sowie die Streckung und geht überlegte Kompromisse bei der Stimmung von inharmonischen Saiten ein, um maximalen Hörgenuss zu erreichen. Voraussetzungen für eine gute Stimmhaltung sind ein fester Sitz des Stimmwirbels im Stimmstockholz, eine gute intakte akustische Anlage, sprich Resonanzboden, Gussplatte, Stege, Rippen und Rastenbalken und nicht allzu große Schwankungen des Raumklimas und der Luftfeuchtigkeit.

Der Stimmprozess selbst, also das Einstimmen der Töne, ist durch Gehörtraining erlernbar. Man muss hierbei kein sogenanntes absolutes Gehör als Voraussetzung mitbringen. Wichtig ist zu wissen, was man tut. Der Klavierstimmer muss Intervalle so aufeinander abstimmen können, dass alle Tonarten in sich stimmig sind. Die Quarten und Quinten dürfen dabei nicht rein gestimmt werden, wie z.B. bei der Geige oder Gitarre, sondern sie müssen eine kleine Schwebung aufweisen. Da jeder Klavierstimmer verschiedene Vorstellungen davon hat, wie das zu stimmende Instrument am besten klingen kann, kommt es zu einer interessanten Vielfalt in der Art der Klavierstimmung.

4.) Klavierstimmer in Tirol

In Tirol ist der an einer Klavierstimmung Interessierte in der glücklichen Lage, sich an mehrere kompetente Klavierbauer mit langjähriger Erfahrung, die auch als Klavierstimmer tätig sind, wenden zu können.

5.) Kosten für eine Klavierstimmung

Die Kosten für eine Klavierstimmung in Tirol betragen ca. 100 Euro. Hier handelt es sich um eine Standardstimmung ohne besondere Erschwernisse.

6.) Der Kauf eines Klaviers

Der Kauf eines Klaviers stellt für den Laien eine große Herausforderung dar. Wenngleich im Internet ein großes Angebot an Klavieren zur Verfügung steht, empfiehlt es sich, einen Klavierbauer oder Klavierstimmer bei der Auswahl hinzuzuziehen.

Die Klavierbaukunst in Deutschland und Österreich hat hervorragende Klaviermanufakturen hervorgebracht. Im Folgenden werden enige hochqualitative Klaviere mit einem wunderbaren Klang genannt. Die Reihenfolge ist ohne Absicht. Das Alter des Klavieres können Sie anhand der Seriennummer feststellen:

Thürmer ab ca.1930

Grotrian Steinweg ab ca. 1925

Seiler ab ca. 1925

Förster ab ca.1925

Ibach ab ca. 1928 (kein Oberdämpfer, bevorzugt mit Vollpanzerrahmen, Faserverlauf parallel zum Steg)

Bechstein ab ca. 1920

Pfeiffer ab ca. 1930


Lassen Sie bei Ihrer Wahl den Gedanken einfließen, ein älteres Markeninstrument zu erwerben. Mit der Überholung eines Jugendstilklaviers der angeführten Marken sind Sie sehr gut beraten. Einsteigerklaviere aus dem asiatischen Raum, die für knapp 4.000 Euro angeboten werden, sieht man regelmäßig nach einigen Jahren im Internet angeboten.


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